Foreshadowing Is Not Character Development

Let’s talk the final season of Game of Thrones and Mad Queen Daenerys! A little different to my other vids in that it’s less focused on a “trope” and more about a character and her arc. Just needed to get this out of my system. Hope you enjoy the video! If you did please don’t forget to like and subscribe.

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If you could translate subtitles in any language I’d appreciate it! Thank you to those that added Russian, Spanish, Italian, Korean, Portuguese, German and French.

Background music:

The Dark Glow of the Mountains by Chris Zabriskie is licensed under a Creative Commons Attribution licence (
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In diesem Video werde ich über die
Entwicklung eines spezifischen Charakters sprechen. Ich habe viele Gefühle gegenüber der letzten Staffel von "Game of Thrones" und was mit den Charakteren geschieht. Ich könnte über Theon sprechen – eine der besten Vergebungsgeschichten, die ich je gesehen habe. Ich könnte über Jaime sprechen –
eine der enttäuschendsten. Der Nachtkönig als die erbärmlichste.
In diesem Video werde ich über die mit Abstand frustrierendste sprechen,
und das ist Daenerys. Ich werde nicht darüber jammern,
was mit ihr geschehen ist. Zurzeit gibt es einerseits Menschen,
die wütend sind, weil die Dany in Episode 5 aus
dem Nichts gekommen schien. Andere sagen, es wurde von
Beginn an angedeutet und jeder, der das nicht sieht,
hat nicht aufgepasst. Beide Gruppen reden am Thema vorbei. Ja, nur weil man die Veränderung nicht mag,
kam sie nicht aus dem Nichts. Andererseits bedeuten frühere Andeutungen nicht,
dass das Ganze gut geschrieben war. Nicht einmal ansatzweise.
Ich bin kein Hardcore-Dany-Fan, der auf ein Happy End für sie besteht. Dass sie ein langes, glückliches Leben
auf dem Eisernen Thron verdient. Niemandem steht ein Disney – Ende zu,
vor allem nicht in "Game Of Thrones". Das erwarte ich weder von der Serie
noch von den Büchern und ich halte es für wahnwitzig, die Andeutungen auf eine
"Irre Königin Daenerys" zu leugnen. Es wurde in einem gewissen Maß angedeutet,
die komplette Serie hindurch. Ob das ausreichend war,
werde ich besprechen, aber der Samen wurde gesät,
und viele, mich eingenommen, wussten, dass die Möglichkeit besteht.
Und obwohl "The Winds of Winter" und "A Dream Of Spring" noch nicht veröffentlicht wurden
(falls sie je veröffentlicht werden), gehen wir davon aus, dass George R.R. Martin
ihnen gesagt hat, dass sie durchdreht und auch in den Büchern King's Landing vernichtet.
Ich habe das als ihr Ende akzeptiert und ich werde nicht dagegen argumentieren.
Es ist noch eine Folge übrig, aber ich denke, es ist klar,
dass sie durchgedreht ist und sie, wie ihr Vater, untergehen wird.
Mein Problem ist nicht, wo ihre Geschichte endet, sondern wie die Autoren sie
dahin gebracht haben. Die Showrunner wussten, dass sie
sie von Punkt A zu Punkt B bringen mussten, doch statt einen bedachten Weg
logischer Ereignisse zu gehen, gingen sie den überstürzten,
faulen Weg, und dadurch hat sich ihr
Finale nicht verdient angefühlt. Es hätte funktionieren und
fantastisch werden können. Nicht in dem Sinn, dass ich mir gern
Kriegsverbrechen anschaue, sondern dass wir eine Charakterentwicklung
gesehen hätten, die einzigartig in einer so populären Serie gewesen wäre.
Die Wandlung von gut zu böse kennen wir, aber nicht in diesem Ausmaß.
Es ist düster, aber Krieg ist düster, das endlose Streben nach Macht ist düster.
Es hätte funktionieren sollen, hat es für mich aber nicht, weil die
Progression komplett zerstückelt wurde. Wir können Danys Geschichte
in vielerlei Hinsicht beschreiben, doch im Grunde ist sie eine Tragödie.
Wir lernen sie als junges Mädchen im Exil kennen, deren komplette Familie getötet wurde,
bis auf ihren gewalttätigen und labilen Bruder, der sie zwangsverheiraten will. "Ich möchte nicht seine Königin sein." "Ich möchte nach Hause gehen".
Sie kämpft sich von ganz unten nach oben. Sie macht aus einer lieblosen Ehe,
in der sie dominiert wird eine Machtposition – mit einem Ehemann,
der sie liebt, sie für gleichwertig hält, und zurückerobern will,
was sie verloren hat. Das hat sie allein vollbracht.
Am Ende der ersten Staffel ist sie wieder unten, nach dem Tod Khal Drogos
und ihres ungeborenen Kindes. Doch sie steht aus der Asche wieder auf.
Das zieht sich durch die gesamte Serie. Sie wird niedergeschmettert und steht wieder auf.
Und nach jahrelangem Warten baut sie eine Armee auf und segelt nach Westeros.
Vielleicht wollten viele deshalb kein tragisches Ende für diesen Charakter –
nach allem, was sie durchgemacht hat. Aber tragische Charaktere sind in
"Game Of Thrones" nichts Neues, und das ist einer der Gründe, warum
ich diese Serie so liebe. Der erste Moment, der "Game of Thrones" so besonders gemacht hat,
war Ned Starks Tod in Staffel 1. Ein liebenswerter Hauptcharakter, von dem
viele dachten, dass er uns lange erhalten bleibt, wurde in der ersten Staffel getötet.
Es war grausam, und es gab viele solcher Momente in dieser Serie.
Die Rote Hochzeit hat nochmal einen draufgelegt – für mich der mit Abstand niederschmetterndste
Moment, der je geschrieben wurde. Doch ich war nicht wütend auf die Autoren, weil sie einem Charakter ein tragisches Ende gegeben haben. Egal, wie verstörend es war –
die Autoren, oder George R. R. Martin haben ein überzeugendes Argument gemacht,
warum es passiert ist. Und das zeichnet gute Autoren aus. Der Niedergang
ist ein Resultat der Charakterhandlungen, oder einer klaren Abfolge von Ereignissen.
Ned ging von Punkt A – er wurde Hand des Königs – zu Punkt B: Er wird hingerichtet und seine Familie auseinander gerissen. Egal, wie brutal es war. Es wurde
perfekt orchestriert und ausgeführt. Seit er herausfand, dass Cerseis Kinder von
Jaime und nicht von Bobby B stammen, haben seine Handlungen und Entscheidungen
zu seinem Tod geführt. Die Zuschauer wissen, dass er es Cersei nicht hätte sagen sollen. Er hätte Littlefinger nicht trauen und unterschätzen sollen. Sansa und er hätten sich nicht auf
Joffreys Gnade verlassen sollen. Am Ende von Folge 9 sprach niemand davon,
wie schlecht sie geschrieben war. Wir waren mit Ned frustriert,
und wütend auf Joffrey und Cersei. Er hat den Tod nicht verdient, aber
wir verstanden, wie es dazu kam. Gegen diese Progression kann
man nicht argumentieren. Und vor allem wurden wir mit der
harten Wahrheit der Serie konfrontiert: Egal, wie sehr wir sie lieben – die Charaktere werden
die Konsequenzen ihres Handelns erleiden. Genauso wie mit Robb und Catelyn. Robb hätte Theon nicht auf die Eiseninseln schicken sollen. Er hätte Rickard Karstark nicht hinrichten sollen. Er hätte nichts mit Jeyne Westerling
(oder Talisa in der Serie) anfangen und seinen Eid der Ehe brechen sollen.
Catelyn hätte Jaime nicht befreien sollen – ihr mit Abstand größter Trumpf. Diese Niedergänge wurden nicht bloß in Vorahnungen angedeutet. Diese Charaktere haben Entscheidungen getroffen.
Monumentale Entscheidungen, die so ausgearbeitet waren, dass die Rote Hochzeit
zwar schockierend, aber nicht willkürlich war. SIe war effektiv, weil wir wussten, wie die
Charaktere in diese Situation kamen. Es war schmerzhaft und tragisch,
aber es war nicht bescheuert. Es war nicht bequem. Wir waren wütend
auf die Charaktere, nicht auf die Autoren, weil George R. R. Martin gute Arbeit geleistet hat.
Diese Qualitäten haben "Game Of Thrones" so großartig gemacht, aber davon war bei Daenerys in dieser Staffel nichts zu spüren. Die Autoren hatten Punkt A:
In der letzten Staffel erreichte sie Westeros mit drei Drachen, den Unbefleckten, den Dothraki und ihre cleveren Berater.
Sie mussten sie zu Punkt B bringen – sie musste zur Irren Königin werden, die
tausende unschuldige Zivilisten niederbrennt, nachdem die Stadt sich ergeben hat.
Wie sie das gemacht haben, war nicht ansatzweise so bedacht, wie es hätte sein
sollen. Zur Verteidigung sei gesagt, dass die Samen für diese Storyline
definitiv schon früh gesät wurden. Kleine Momente, z.B. als Mirri Maz Duur
lebendig verbrannt wurde. "Ich bin Daenerys Sturmtochter, aus dem Hause Targaryen, vom Blute des alten Valyria, ich bin die Tochter des Drachens,
und ich schwöre Euch, die, die Euch leid antun, werden schreiend sterben."
"Ihr werdet mich nicht schreien hören." "Das werde ich."
Oder als Xaro Xoan Daxos und Danys Magd in ein Gewölbe geschlossen wurden, um langsam zu sterben.
"Bitte, Khaleesi, ich flehe euch an!" Natürlich haben sie sie betrogen und ihr Leben bedroht,
aber sie hat nicht einmal gezuckt. Zwar wurden solche Momente als
"Yaaas Queen!" – Momente inszeniert, doch rückblickend waren das
erste Anzeichen darauf, was in ihr schlummern könnte.
Später wurde es noch seltsamer, als sie die Meister in Mereen ohne Prozess
hat kreuzigen lassen – Kreuzigung ist eine der brutalsten Methoden, jemanden umzubringen.
Dann lässt sie ihre Drachen viele Menschen verbrennen, und man kann diskutieren, ob
sie es verdient haben oder nicht, aber jemand, der Menschen bei lebendigem Leibe
verbrennt, klingt erstmal wie ein Monster. Und viele dieser Menschen
hätten anders bestraft werden können. Was Grausamkeit angeht, ist das sicher
auf einer Stufe mit Kreuzigung. Und doch entschließt sie sich immer wieder dazu,
weil es einfach in ihr steckt. Und ihre ganze "Feuer und Blut" – Mentalität
von Anfang an. Ihr Schwur auf Rache und darauf, Städte niederzubrennen: "Wenn meine Drachen gewachsen sind, hole ich mir das zurück, was mir genommen wurde und ich werde meine Gegner zerstören. Wir werden Armeen vernichten und Städte niederbrennen. Weist uns ab, und Ihr brennt zuerst." "Ich bin Daenerys Sturmtochter, vom Blute des alten Valyria und ich werde nehmen,
was mir gehört – mit Feuer und Blut!" Ihr Besitzanspruch auf den Thron,
und ihr Wille, ohne Rücksicht auf Verluste, können sehr schnell zu einem Desaster führen –
und so ist es gekommen. Ich sage nicht, dass die irre, rücksichtslose
Dany aus dem Nichts kam. Doch was wir in den vergangenen Staffeln
gesehen haben, war nicht ausreichend für ihre Wandlung,
und das hat diverse Gründe. Ja, sie war brutal, aber das ist keine Erklärung, wenn man bedenkt, wie viele andere Charaktere brutal waren. Arya hat Walder Freys Kinder getötet,
sie zu Pasteten verarbeitet und ihm gefüttert. Egal, ob er das verdient hat.
Das ist unglaublich düster und sadistisch. Wie Daenerys ist sie brutal bei ihren
Racheakten vorgegangen. "Das Tranchieren war nicht ganz einfach. Vor allem bei Black Walder." Wenn Arya nun innerhalb von 2 Folgen
ihren Verstand verliert und eine komplette Stadt massakriert,
wäre dieser Moment aus Staffel 6 Erklärung genug gewesen? Nein.
Jaime hat ein Kind aus dem Fenster gestoßen, würde er durchdrehen, wäre diese
Andeutung eine ausreichende Erklärung gewesen? Nein. "Er war kein Drache."
"Er war ein furchtbarer Bruder. Niemand hat um Viserys geweint, aber es jagt einem Gänsehaut ein, wie
Dany auf die Tode ihrer Gegner reagiert." Wenn Danys Bestrafungen Gänsehaut einflößen, muss es bei Arya genauso sein.
Und bei Sansa. Und bei jedem einzelnen Charakter, der extreme Bestrafungen durchgeführt hat.
"Ihr habt sie seit 7 Tagen nicht gefüttert." Man kann so viel von Andeutungen sprechen,
wie man will – es reicht einfach nicht aus. Eine meiner liebsten Schlachtszenen war
in Staffel 7, als Daenerys und die Dothraki die Lannister/Tarly – Armee
angegriffen haben. Vorher haben wir noch nie gesehen,
wie vernichtend ein Drache sein kann. In Staffel 4 verbrennt Drogon ein
4-jähriges Mädchen, aber das hat Daenerys schockiert, und sie hat die Drachen
in die Katakomben gesperrt. Die Drachen waren in einem Stadium,
in dem Dany sie schwer kontrollieren konnte, auch wenn sie es später gelernt hat. Außerdem verbrannten die Drachen ihre Feinde,
wie Pyat Pree, Kraznys, die Söhne der Harpyie, und feindliche Flotten. Doch dies
wurde immer als Triumph inszeniert. Wir sahen das erste Mal, wie grausam
die Drachen sein können, in dieser Schlacht in Staffel 7. Vor allem, weil wir sie durch
Tyrions Augen gesehen haben. Der Krieg und Massenvernichtungswaffen
wurden nicht glorifiziert, und das habe ich echt zu schätzen gewusst. Doch so gut, wie
das war, es reicht immer noch nicht aus. Andere Charaktere handelten genauso.
Tyrion hat gegen Stannis Seefeuer eingesetzt, doch das heißt nicht, dass er in der
nächsten Staffel durchdrehen wird. Der Sprung dahin, eine Stadt
vollkommen zu vernichten, nachdem sie sich ergeben hat,
ist viel zu groß. Sogar die wirklich bösen Charaktere in der Serie
haben nie ein solches Ausmaß angenommen. Ja, Andeutungen an Danys
dunkle Seite wurden gemacht, doch diese Seite wurde nicht so gut
ausgearbeitet, wie es nötig gewesen wäre. Andeutungen sind keine Charakterentwicklung.
Vor allem, wenn es genauso viele Momente gab, in denen sie liebevoll, gütig, sanft
und gnädig gehandelt hat. Für jede "Feuer und Blut" – Rede gibt es
viele Szenen, in denen sie sagt, dass sie nicht die Königin der Asche sein wird.
Die Showrunner nehmen diese kleinen Momente aus früheren Staffeln und
rechtfertigen ihre Wandlung, obwohl sie nur zwei Staffeln zuvor das gesagt haben:
"Sie ist nicht ihr Vater, und sie ist nicht wahnsinnig, und sie ist keine Sadistin."
Zweifellos hätte es mehr Schritte benötigt, um ihren Weg in den Wahnsinn zu entwickeln.
Natürlich können wir uns frühere Staffeln ansehen, diese fragwürdigen
Momente und Entscheidungen und sagen: "Es gab Andeutungen, dass sie so enden würde."
Aber das ist nicht der Punkt. Diese Wandlung ist so schwach,
weil sie so überstürzt inszeniert und einem solchen Charakter nicht würdig war. Die Niedergänge anderer Charaktere
machen mich nicht wütend, weil die Autoren sich die Zeit nahmen,
den Weg dahin zu zeigen. Doch bei Daenerys habe ich keine Ahnung, was sie hätte
machen sollen, bevor sie durchgedreht ist. Zunächst sagen uns die Autoren, dass die
Weißen Wanderer die größte Bedrohung seien, und der Krieg um den Thron sei sinnlos,
wenn sie nicht den Großen Krieg gewinnen. Daenerys muss eine Entscheidung treffen:
Entweder bekämpft sie diese Bedrohung oder sie ist herzlos und tut es nicht.
Sie tut das Richtige, die eine Sache, die uns seit Jahren eingehämmert wurde.
Sie setzt die Menschlichkeit an erster Stelle. Sie stellt den Thron beiseite, um die vermeintlich
wichtigste Schlacht zu kämpfen. Das tut sie zwei Folgen, bevor sie
unschuldige Zivilisten massenhaft hinrichtet. Ich bitte euch. Und aufgrund ihrer Entscheidung
für die Menschlichkeit verliert sie ihren Drachen, Ser Jorah, die Hälfte ihrer Armee,
und das scheinbar alles umsonst, weil die Super-Attentäterin Arya am Ende
die Toten besiegt. Was sollen wir glauben? Dass das buchstäbliche Feuer in der Serie
das Eis nicht hätte bekämpfen sollen? Sollen wir das daraus mitnehmen?
Wenn Daenerys herzlos wäre, hätte sie ihre Armee und
ihre Drachen verschont. Doch hätte sie das getan, hätte sie
jeder eine "böse Targaryen" genannt. Die Serie hat immer wieder betont, dass sie
auf ihre Moral achten muss, um kein böser Targaryen zu werden. Dann lassen
sie sie genau dementsprechend handeln – sie trifft moralisch und narrativ gesehen
die richtige Entscheidung, doch am Ende war das irgendwie die falsche Entscheidung.
Uns wird gesagt, dass sie die Toten bekämpfen muss, aber dann auch wieder nicht.
Der Charakter kann nur verlieren. Es geht nicht um Handeln und Konsequenzen, es geht nicht um Progression.
Der Charakter wird von den Autoren verarscht, nur damit wir ihren Niedergang sehen können.
Es ist nicht wie bei den anderen Charakteren, die Optionen hatten, die einen
bestimmten Weg entlang führen. Sie brauchten sie in einem geschwächten Zustand,
haben aber den Weg dahin nicht durchdacht. Mit ihren Beratern ist es genauso:
Trotz Danys Besitzanspruch und ihrer "Feuer und Blut" – Reden
hat sie ihre Fähigkeit gezeigt, Dinge zu durchdenken. Sie kennt
ihre negativen Impulse, sie weiß, wie ihr Vater und ihr Bruder waren,
und das möchte sie nicht sein. Deswegen hat sie sich mit Leuten umgeben,
die ihr in solchen Momenten Ratschläge geben können. Diese Leute sind zwei der
cleversten Charaktere der Serie. Also lernen wir daraus, dass sie auf
sie hören sollte, richtig? Genau das tut sie. Immer und immer wieder.
Doch wenn sie auf ihre Ratschläge hört, stellen sie sich als falsch heraus. Weil diese cleveren Berater
plötzlich nicht mehr so clever sind. Tyrion sagt ihr, dass Cersei ihr Wort
halten wird, und trotz ihrer Zweifel hört sie auf ihn und vertraut ihm.
Doch Cersei hält ihr Wort nicht. Ihre drei neuen Verbündeten
wollen King's Landing direkt angreifen. Tyrion erwidert, dass zu viele Zivilisten sterben würden.
Also widersteht sie ihrem negativen Impuls und stimmt ihm zu.
Doch dann verliert sie diese Verbündeten. Hätte sie auf ihren Targaryen-Impuls gehört,
hätte sie noch ihre Armee und ihre Drachen. Das ist verwirrend und wir müssen fragen:
Soll sie nicht auf sie hören? Soll sie wie ein Drache handeln?
Scheinbar nicht, denn wenn sie nicht auf sie hört,
wie bei der Hinrichtung der Tarlys, wird das als Andeutung auf ihre
dunkle Seite inszeniert. Sie endet immer wieder in einer unmöglichen Lage.
Es ist falsch, auf ihre Berater zu hören, und es ist falsch, nicht auf sie zu hören.
Hört sie auf sie, verliert sie. Hört sie nicht auf sie,
ist sie die Irre Königin. Zum Beispiel hat der Kampf gegen die
Weißen Wanderer keine klare Botschaft und keine klare Narrative. Sie wird immer wieder
in Verlust-Szenarien gebracht, nur damit das als Anlass für ihre Wandlung
zur Irren Königin genommen werden kann. Und dann kann sie endlich eine
klare Entscheidung treffen: Die Stadt ergibt sich und sie kann Gnade zeigen.
Doch bis dahin haben sie uns bereits gesagt, dass sie sich verändert hat. Es ist nicht
mehr dieselbe Daenerys, sondern eine Verrückte. Viele interpretieren diesen Moment
als ihre Entscheidung für die Angst – dass sie glaubt, niemals von den Menschen
geliebt zu werden und sie den Thron nur halten kann, wenn sie Angst vor ihr haben.
Und sie sagt es auch: "Dann soll es Angst sein." Und ja, das ist definitiv ein Teil davon.
Angst hat sie gebrochen. Aber rühmen wir die Autoren nicht zu sehr. Was sie getan hat, war das Schlimmste, was je jemand in dieser Serie getan hat. Sie hat sich in eine Westeros-Version von Hitler
verwandelt, in eine mörderische Verrückte, und das kann nicht einfach mit
"Sie hat alles verloren und Angst hat sie gebrochen" erklärt werden.
In all den Andeutungen haben wir nichts gesehen, was
diese extreme Wandlung rechtfertigt. Statt uns logisch von Punkt A zu B zu bringen, gingen sie den bequemsten Weg und
haben ihr alles genommen, was sie hatte – und das
unter idiotischsten Umständen. Sei es eine unsinnige Strategie, die ihr den Großteil der Dothraki kostet, oder dass sie und ihre Berater die Eiserne Flotte einfach "vergessen" hat.
"Dany hat die Eiserne Flotte irgendwie vergessen, aber sie haben Dany ganz sicher nicht vergessen." Obwohl das das einzige Hindernis auf
ihrem Weg nach Dragonstone ist. Und das nur, damit sie den zweiten Drachen
und ihre Freundin töten konnten. Daenerys hatte als Charakter
nichts dazu beizutragen, und niemand glaubt ernsthaft, dass sie, Tyrion, Varys und Grauer Wurm die Flotte einfach "vergessen" würden. Niemand glaubt, dass sie die Flotte
von oben nicht gesehen hätte. Es ist die erbärmlichste Art,
diesen Charakter zu behandeln, nach all der Vorgeschichte.
Und nachdem sie ihr alles genommen haben, lehnen sie sich zurück und lassen
ihre "Targaryen-Gene" den Rest machen. Die einzige Entwicklung war,
ihr alles zu nehmen und dann ihren Genen die Schuld zu geben. Das finde ich nicht okay. Ich will keinen Charakter jahrelang wachsen und sich entwickeln sehen, nur damit er innerhalb von zwei Episoden
von seinen Targaryen-Genen zerstört wird. Das spricht mich nicht an. Und es
wirft die Frage auf: "Wozu das alles?" Das hätte eine tolle Charakterentwicklung werden können, aber das spricht mich nicht ansatzweise an. Es wurde so wenig Arbeit
in diese Wandlung investiert, der Fokus lag auf ihrem Ende als Irre Königin –
nicht darauf, wie es dazu kam. Vielleicht hätten mehr Episoden geholfen,
vielleicht auch nicht, weil sie die Zuschauer
damit schockieren wollten. Ich bin sicher, dass es die
Bücher besser machen werden. Ich hoffe, dieses Video ergibt Sinn und
dass ich mich gut genug erklären konnte. Mich interessiert eure Meinung, also
hinterlasst einen Kommentar. Sollte Daenerys im Finale eine
signifikante Entwicklung durchgehen, mache ich einen zweiten Teil,
aber momentan ist es eindeutig. Sie ist durchgedreht
und wird untergehen. Und das nur dank dieser verdammten Targaryen-Genen.
Unglaublich. Danke fürs Ansehen, auf Wiedersehen. Beste Staffel aller Zeiten!

29 thoughts on “Foreshadowing Is Not Character Development

  • She destroys King's Landing because the people don't love her. She wants to be loved. We saw this when the people of Mereen saw her as a hero and a champion because she saved them, and she expected the people of The North to view her the same way because she was coming in to "save" them from the Night King and army of the dead. She was helping the North because she thought it would help her gain the throne and gain followers/worshipers, not because it was the moral thing to do.

    But then when The North instead views her with distrust and sees her for who she is, she begins to doubt that sitting on the Iron Throne will really get her the love and admiration she wants. That's when she actually begins to turn, long before the dragon or Missandei are killed.

    I would even theorize that when she first flies south, before she sees the Iron Fleet, she's already planning to destroy King's Landing if it comes to that and she gets the chance, because she starts to suspect that the people in King's Landing may not see her as a liberator or champion the way she wants them to. And if the people don't want her, it must be because they side with Cersei, who is "evil" in Dany's view.

    But if you are buying in to this good/evil dichotomy, as Dany does, you are missing the point. The show is not about a battle between good and evil. We're not supposed to see anyone as a pure hero or pure villain. This is what so many people seem to misunderstand: we're not supposed to switch from loving Daenerys to hating her in the space of a few episodes because we're not supposed to switch from loving her to hating her at all. Are we supposed to love her at the beginning? Maybe, but we're not supposed to make any moral judgments about her, or any character, for that matter. Because as we see over and over, being a "good guy" doesn't mean you'll survive, and being a "bad guy" doesn't either.

    So it doesn't matter if you're good or evil in this world, which is what Dany comes to realize; you can live or die any day, at any time.

  • Aerys' madness developed after the imprisonment and tourture at Duskendale. Dany's developed because….no dick from Jon?

  • I think YOU are missing the point. A descent into madness is not always a gradual progression. All of her friends and family died back to back, in such a short period of time. She found out about Aegon. She saw Theon come back and swear his life to Sansa. Arya killed the Night King… everything was moving so fast. Then she went right back into War. She was paranoid and blood drunk. And she was going to kill all the wildlings and everyone up north. Because they loved Jon and not her. The same way she burned the people of Kings Landing for following Cersei.
    I also think that she was embarrassed. Had she listened to Sansa, perhaps Missandei would not have been captured, Jamie would not have run. And Rhaeghal, would not have been shot down, had she let Aegon ride him. Jon/Aegon used the Rhaeghal piece on the War Table, in his camp. And Greyworm walked over to the War Table and snatched it away from Jon. There has always been a simmering tension between them.

  • Well said! I had the same problem. It felt like a shame to go to the trouble of making a complex, interesting and wonderfully relatable character for so many women only to be all "Oh, didn't you realize? That b** was crazy all alone! And actually, if you didn't catch onto our foreshadowing and accusing us of doing a bad job, you're probably just a crazy b** too." Wow…I think I might actually need therapy after that toxic viewer/show relationship lol. OR Cancels HBO forever Perfect! Problem solved!

  • I knew she was going to become Mad Queen Daenerys, however, I agree 100% with you, the way she got there was disapointing. You see her doing insane things and burning everything down, but in a ruthless, cruel way, she was never depicted as insane… Besides everyone around her acted as she was insane

  • I actually thought that Dany using dragonfire to execute some people (like the Tarlys) was a sign of mercy, since it's got to be a pretty quick death and sure to work. (As opposed to, say, being hanged and taking a long-ass time to die while panicking and shitting yourself) Also, it demonstrated that she had control over her dragons and would use them, more than flying over the battle might have done.
    Not to say that it shouldn't have had consequences. I'd liken it to Robb killing the Karstark – technically the "right" choice in that ruthless world, but not one without repercussions.

    What annoys me is how Dany was obviously not given a chance. She did what any cock-bearer who wanted the throne did before her, but SHE must be mad for it, since a woman wouldn't act like that otherwise. And she must listen to other cock-bearers (or non-cock-bearers, in Varys' case…) because surely they know better than her, but when they turn out to be wrong she'd be mad or bad for justifiably looking for other approaches.
    The level of sexism that D+D exhibited there is just shockingly obvious.

    But I wonder if in the books (which I haven't read yet, so I may be faaar off) and/or the show, Varys was actually seeking to put Dany on the throne in order to control her. It sure looks like it given how she was constantly put into impossible situations by him and Tyrion, who were supposedly the smartest characters in the story…

    Nope, nope. Dany is the smartest. She is the rightful Queen and she always will be. Queen of my heart and of Essos and the Seven Kingdoms. <3

  • Season 6-"She's not her father."
    Season 8-"Nah! Just kidding! She's totally her father! We totally fooled ya!"

  • This dovetails well with Lindsay Ellis' autopsy of GoT.

    https://youtu.be/hys_m3BPTS8

  • To me it seemed like she just goes crazy because Jon isn't super down with incest, so she just goes "oh no my nephew won't bang me anymore, I guess nobody likes me and the only way I can rule is through fear even though I had several armies follow me voluntarily"

  • The way they portrait the House Martell was warning to us but we ignored it…

  • I would have never ended this story with Daenerys sitting on the Iron Throne. I don't think it's worth it. And I think having Daenerys abandoning the throne and Westeros at the end would have been a better fit to this story. Having Dany become a "mad queen" would have been a repeat of the second half of Cersei's arc. Not very original.

  • The problem is not enough episodes. That's literally it. Ten episodes even, 5 to wrap up undead and 5 for Dany's downfall/Dany vs Cersei or somethinggg. They set themselves up for failure when they greenlit a 6 episode final season for a show of this magnitude with this big of a cast

  • Kid, her development had been leading to this for the entire series. I'm re-watching, and already I can see a monster in her.

  • If I were Arya or Jon I would have been for danny burning all the people who cheered for my fathers death

  • funny how people were saying that overused line "if you think this has a happy ending, you haven't been paying attention" like we didn't get a disney type of shit ending lmao. the starks live happily ever after and the villains got what they honestly not deserve

  • I feel like the upcoming prequel bloodmoon might answer the quick descent of Daenerys into madness

  • The books are called A SONG OF ICE & FIRE. Ice jon snow fire daenerys so in my opinion either both die or neither.

  • With Dany in particular she suffers quite a bit and I agree with you, not just on her but in general. A character needs to show how they got from point A to point B, you can't just wave your hand and say "because I alluded to it possibly or possibly not happening earlier".
    In a nutshell, the writing for season 8 was just terrible, and most everyone suffered to a degree. Continuity also went right out the window.

  • Yes, Dany was always talking about bringing Fire and Blood and burning cities to the ground, but talking and DOING is totally different. She never dared doing that. So no, I don't agree the seeds were planted. She bind the witch to the pyre because only death can pay for life, like the witch herself told her. So in order her dragons to be born, someone had to die. Who else but the person who killed her…everything? So there wasn't even foreshadowing if you ask me.

  • Very well said. "Both rushed, AND lazy." It wasn't just rushed, I agree. D & D may actually be hacks. There are issues beyond it being rushed, which imo, are inexcusable. Another important quote from this vid, "Foreshadowing is NOT character development." Great vid!

  • *shakes fists* dang nabit those Targeryan genes at it again!

  • you're the best, just finished the series, damn, this ending was awful

  • Excellent analysis! As you say, the last season suddenly set her up to be the bad guy no matter what choices she made; just poor writing. It was not believable that such a strong, intelligent, worldly-wise person "with a tender heart" (as Jorah said) who had triumphed over so much hardship, including losing many loved ones previously, would suddenly just go crazy because of more of the same she had experienced many times in the past. It doesn't make sense.

  • Alternate ending:
    Dany pregnant with jon. Jon dies and then dany dies while giving birth. Jamie kills cercei.

  • The problem is that writers don't understand the basic premise that the majority of evil people in reality don't do it because they are mad, they do it because they believe they are righteous by the rules of their society. Dany as an "evil" queen works if you position her in a "i am the light, those that oppose me are the dark" way. So set that up, take kings landing brutally, have her execute John and Sansa, last shot is her on the iron throne plotting the expansion of her saviour empire, fade to black

  • Dude your point about how Dany's blamed for both listening & ignoring her advisors is DAMN TRUE!!!
    I love this video & I agree with every single point you made

  • What p*sses me off about this is that they literally made Dany give UP EVERYTHING for Jon, only to have her lose it all, so he can end up killing her. Such a tired pathetic narrative. She literally decided to risk her life, the life of her dragons (let's recall she saved everyone's a$$ in season 7 outside of dumba$$ Jon), the life of her entire army, to save man kind from the White walkers, then I am supposed to believe 2 episodes later, she's OK with full blown genocide. Mkay. Let's remember every single main character in this show has killed people, from Arya, to Jon, to Tyrion, but Dany killing her enemies is questionable because I guess she's too darn emotional. Lawd. These writers deserve their nickname of "Dumb & Dumber"

  • When she burned the witch and killing he handmaiden that really didn’t prove her madness like Jon killing a child does not mean his mad in a sense but the rest I agree with. Some people held her to a higher standard like those events were just her punishing the rest really does prove her madness

  • For a channel called Trope anatomy I thought they'd talk about the powerfull woman gone crazy/evil trope or the male hero who has to kill his lover for the greater good and so he can be sad about it trope. The thing is, even if her progression into evilness or whatever would made sense it is still misogynistic and outdated.

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